Zwerfenbergsee - Lungauer Klaffersee - Angersee

27.07.2024

Am 27.07.2024 bin ich um 7:30 Uhr von der Laßhoferalm (Mautstraße) in Lessach zum Zwerfenbergsee aufgebrochen. Eigentlich war mein Ziel, auf die Pöllerhöhe zu gehen. Von der Laßhoferalm folgt man ca. 3 km dem Forstweg, der eben, kurz leicht ansteigend und über einen kleinen Bach verläuft. Kurz nach der Unteren Gamsenalm quert man den Bach, und nach einem kurzen Anstieg zweigt rechts der Weg zum Zwerfenbergsee ab. Der Weg ist mit einem Wegweiser versehen, auf dem steht, dass es noch 2 Stunden bis zum Zwerfenbergsee sind. Ich war bereits vor zwei Jahren beim Zwerfenbergsee, damals bin ich mit meinem Papa die Runde über den Klafferkessel, Greifenberg und den Lungauer Klaffersee gegangen.

Der Steig folgt dem Zwerfenbergbach aufwärts. Danach entfernt er sich vom Bach und führt zwischen Latschen rasch an Höhe gewinnend in Serpentinen bergauf. Kurz vor der Göralhütte folgt noch eine seilversicherte Stelle, die gut zu überwinden ist. Neben einem sausen verschiedene Wasserfälle in die Tiefe. Genau deshalb gefällt mir diese Wanderung besonders: Man hat immer etwas zu sehen, es wird nie langweilig. Außerdem lässt es das Fotografenherz höherschlagen.

Es sind bereits einige Wanderer auf dem Weg, die ich zuvor am Zwerfenbergbach überholt hatte und die mich nun wieder einholen. Zwischendurch überhole ich sie erneut, da ich mit dem Fotografieren beschäftigt bin. Nach der Göralhütte folgt man dem Tal weiterhin leicht ansteigend bis zum Zwerfenbergsee. Als ich dort ankomme, ist es noch still, und so spiegeln sich das Waldhorn und die umliegende Bergwelt im See.

Zu diesem Zeitpunkt ist die Pöllerhöhe noch immer mein Ziel. Deshalb mache ich mich auf den Weg zum Lungauer Klaffersee. Dazu folgt man zunächst kurz dem Weg links vom Zwerfenbergsee, bis links die Abzweigung zum Klaffersee kommt. Der Weg ist ausgetreten und verläuft vor allem zu Beginn in Serpentinen, danach über steiniges Gelände. Achtung: Die Markierungen sind nicht immer gut sichtbar, jedoch weisen Steinmännchen den Weg. Teilweise ist der Steig auch sehr nass. Der Lungauer Klaffersee ist nicht ganz so schön wie der Zwerfenbergsee, liegt jedoch ruhig und abgeschieden im Kessel. Hier lege ich meine erste Pause ein, jausne und trinke etwas. Immer wieder schweift mein Blick zum Aufstieg der Pöllerhöhe. Dafür müsste man dem Weg weiter in den Kessel folgen und anschließend in steilen Schotterserpentinen zur Schöttwiegenscharte aufsteigen. Beim Anblick dieses Anstiegs schwindet meine Motivation etwas, und so entscheide ich mich, noch den Angersee zu besuchen. Dort war ich noch nie – er ist der dritte See in diesem Kessel. Der Abstieg zum Zwerfenbergsee erfolgt auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg.

Unten angekommen folgt man links dem Weg entlang des Zwerfenbergsees. Danach geht es einige Höhenmeter auf dem Steig bergauf. Irgendwann entscheide ich mich, den Weg zu verlassen und quer über die Wiese zum Angersee zu gehen. Über mir höre ich Stimmen und sehe zwei Männer, die vom Waldhorn über einen unmarkierten Weg direkt absteigen. Das sah eigentlich gar nicht so schwierig aus. Ich fotografiere noch die Spiegelungen im See und mache mich nach einiger Zeit auf den Heimweg.

Der Abstieg ins Lessachtal erfolgt über den gleichen Weg wie der Aufstieg. Ich nenne es einen erfolgreichen Tag in den Bergen – die Pöllerhöhe mache ich ein anderes Mal mit Freunden.